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Zahnimplantat: Wie lange dauert die Behandlung? Kürzer, als die meisten denken

Die OP dauert 30 bis 60 Minuten, die Krankschreibung nur 1 bis 3 Tage. Die Einheilzeit bestimmt die Gesamtdauer.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Von der Erstberatung bis zur fertigen Krone vergehen bei einem Zahnimplantat in der Regel drei bis acht Monate. Die Einheilung ist die längste Phase.
  • check Die OP dauert nur 30 bis 60 Minuten. Bei einem zusätzlichen Knochenaufbau kann die Sitzung bis zu 120 Minuten dauern.
  • check Die Einheilzeit beträgt im Unterkiefer zwei bis drei Monate, im Oberkiefer vier bis sechs Monate. Ein Knochenaufbau verlängert die Behandlungsdauer zusätzlich.
  • check Die Krankschreibung beträgt in der Regel ein bis drei Tage. Körperliche Belastung sollten Sie für zwei Wochen vermeiden.
Zahnimplantat: Wie lange dauert die Behandlung?
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Inhaltsverzeichnis

Wie lange dauert ein Zahnimplantat insgesamt?

Von der Erstberatung bis zur fertigen Krone vergehen bei einem Zahnimplantat in der Regel drei bis acht Monate. Die genaue Dauer hängt davon ab, ob ein Knochenaufbau nötig ist und in welchem Kiefer das Implantat gesetzt wird. Im Unterkiefer geht es meist schneller als im Oberkiefer, weil der Knochen dort dichter ist und das Implantat schneller einheilt.

Die Behandlung verläuft in mehreren Phasen: Diagnostik und Planung, der eigentliche Eingriff, die Einheilphase und schließlich die Versorgung mit der endgültigen Krone. Nicht jede Phase lässt sich beschleunigen. Besonders die Einheilung braucht Zeit, damit das Implantat sicher im Knochen verwächst.

Die folgende Übersicht zeigt typische Zeitspannen für verschiedene Ausgangssituationen.

Szenario Gesamtdauer
Unterkiefer ohne Knochenaufbau 3–5 Monate
Oberkiefer ohne Knochenaufbau 6–8 Monate
Mit Knochenaufbau 9–14 Monate
Sofortimplantat 2–3 Monate

Die Unterschiede sind erheblich: Ein Sofortimplantat kann die Behandlungsdauer auf wenige Monate verkürzen, während ein zusätzlicher Knochenaufbau die Gesamtzeit mehr als verdoppeln kann. Wer frühzeitig plant, verschafft sich mehr Spielraum bei der Termingestaltung und kann die einzelnen Phasen besser in den Alltag einplanen.

Was in jeder dieser Phasen konkret passiert, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat Ablauf: Schritt für Schritt erklärt .

Quellen: Mundgesundheitsstiftung , dentalplus

OP-Dauer: Wie lange dauert das Einsetzen?

Während die Gesamtbehandlung mehrere Monate beansprucht, ist der eigentliche chirurgische Eingriff vergleichsweise kurz. Das Einsetzen eines einzelnen Implantats dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Mit Vorbereitung, Betäubung und Nachbesprechung sollten Sie für die gesamte Sitzung etwa 30 bis 60 Minuten einplanen.

Bei aufwendigeren Eingriffen verlängert sich die OP-Dauer. Wenn zusätzlich ein Knochenaufbau oder ein Sinuslift durchgeführt wird, kann die Sitzung 60 bis 120 Minuten dauern. Auch die Anzahl der Implantate spielt eine Rolle: Werden mehrere Implantate in einer Sitzung gesetzt, addiert sich die Zeit entsprechend.

Der Ablauf folgt einem festen Schema, das Ihr Zahnarzt vorab mit Ihnen bespricht.

  1. Betäubung: Lokale Anästhesie oder auf Wunsch eine Vollnarkose. Die Betäubung wirkt nach wenigen Minuten.
  2. Freilegung: Der Zahnarzt öffnet das Zahnfleisch und legt den Kieferknochen frei.
  3. Bohrung: Mit speziellen Bohrern wird schrittweise ein passgenaues Loch im Knochen vorbereitet.
  4. Einsetzen: Das Implantat, eine kleine Schraube aus Titan oder Keramik, wird in den vorbereiteten Kanal eingedreht.
  5. Verschluss: Das Zahnfleisch wird vernäht und das Implantat heilt unter der Schleimhaut ein.

Die meisten Patienten empfinden den Eingriff als weniger belastend als erwartet. Durch die örtliche Betäubung spüren Sie während der OP keine Schmerzen. Leichte Schwellungen und ein Druckgefühl in den ersten Tagen danach sind normal und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.

Quellen: Zahnarzt München Berg am Laim , dentalplus

Einheilzeit: Ober- und Unterkiefer im Vergleich

Nach dem Einsetzen beginnt die längste Phase der Behandlung: die Einheilung. In dieser Zeit verwächst das Implantat mit dem Kieferknochen. Fachleute nennen diesen Vorgang Osseointegration. Der Knochen bildet neue Zellen um die Implantatoberfläche und verankert sie fest. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, kann das Implantat die Kaukräfte zuverlässig tragen.

Einheilzeit nach Kieferregion

Die Einheilzeit unterscheidet sich je nach Kieferregion deutlich. Im Unterkiefer beträgt sie in der Regel zwei bis drei Monate, im Oberkiefer vier bis sechs Monate. Der Grund liegt in der Knochenstruktur: Der Unterkieferknochen ist kompakter und dichter, was die Osseointegration beschleunigt. Der Oberkiefer hat eine porösere Knochenstruktur und grenzt an die Kieferhöhle, was eine längere Einheilphase erfordert.

Die folgende Tabelle zeigt die typischen Einheilzeiten nach Kieferregion und Ausgangslage.

Kieferregion Ohne Knochenaufbau Mit Knochenaufbau
Unterkiefer 2–3 Monate 4–6 Monate
Oberkiefer 4–6 Monate 6–9 Monate

Offene und geschlossene Einheilung

Ihr Zahnarzt wählt zwischen zwei Einheilverfahren. Bei der geschlossenen Einheilung liegt das Implantat vollständig unter dem Zahnfleisch. Nach der Einheilphase ist ein zweiter kleiner Eingriff nötig, die sogenannte Freilegung. Bei der offenen Einheilung ragt ein kleiner Teil des Implantats durch das Zahnfleisch, sodass die Freilegung entfällt. Welches Verfahren geeignet ist, hängt von der Knochenqualität und der Primärstabilität des Implantats ab.

Freilegung und Gingivaformer

Nach der Einheilung wird bei der geschlossenen Methode das Zahnfleisch erneut geöffnet und ein Gingivaformer eingesetzt. Dieses kleine Aufsatzteil formt das Zahnfleisch für die spätere Krone. Der Gingivaformer verbleibt etwa 14 bis 21 Tage im Mund. Erst danach nimmt der Zahnarzt den Abdruck für den endgültigen Zahnersatz. Diese Phase beeinflusst die Gesamtdauer zwar nur um wenige Wochen, ist aber für das ästhetische Ergebnis wichtig.

Quellen: implantate.com , Edelweiss Praxis

Was beeinflusst die Behandlungsdauer?

Neben der Kieferregion gibt es weitere Faktoren, die die Behandlungsdauer verlängern oder verkürzen können. Manche davon lassen sich beeinflussen, andere hängen von der individuellen Ausgangslage ab.

Faktoren, die die Dauer verlängern

Einige Umstände machen zusätzliche Behandlungsschritte nötig, die den Zeitplan um Wochen oder Monate verschieben.

  • Knochenaufbau: Ist der Kieferknochen zu schmal oder zu flach, muss er vor oder während der Implantation aufgebaut werden. Ein Knochenaufbau verlängert die Gesamtdauer um drei bis sechs Monate, weil der aufgebaute Knochen zunächst einheilen muss.
  • Sinuslift: Im seitlichen Oberkiefer liegt die Kieferhöhle oft nah am Knochen. Ein Sinuslift hebt den Kieferhöhlenboden an und schafft Platz für das Implantat. Die zusätzliche Einheilzeit beträgt vier bis sechs Monate.
  • Rauchen: Nikotin verengt die Blutgefäße und verschlechtert die Durchblutung im Kiefer. Dadurch heilt das Implantat langsamer ein und das Risiko für Komplikationen steigt. Eine Rauchpause von mindestens vier bis sechs Wochen nach der OP ist dringend empfohlen.
  • Diabetes: Ein schlecht eingestellter Blutzucker kann die Wundheilung verzögern. Bei gut eingestelltem Diabetes verläuft die Einheilung in der Regel normal.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter regeneriert sich der Knochen etwas langsamer. Das bedeutet nicht, dass Implantate im höheren Alter unmöglich sind, aber die Einheilzeit kann etwas länger ausfallen.

Ausführliche Informationen zum Knochenaufbau, den verschiedenen Methoden und den Kosten finden Sie in unserem Ratgeber Implantat mit Knochenaufbau .

Faktoren, die die Dauer verkürzen

In bestimmten Fällen lässt sich die Behandlung deutlich beschleunigen.

  • Gute Knochenqualität: Ist genügend stabiler Knochen vorhanden, entfällt der Knochenaufbau. Das kann die Gesamtdauer um mehrere Monate verkürzen.
  • Unterkiefer: Wie bereits beschrieben, heilt der dichtere Unterkieferknochen schneller als der Oberkiefer.
  • Sofortimplantat: Bei einem Sofortimplantat wird der Zahn gezogen und das Implantat direkt in der gleichen Sitzung eingesetzt. Die Behandlungsdauer sinkt dadurch auf zwei bis drei Monate statt der üblichen neun bis vierzehn Monate bei einer Extraktion mit anschließender Wartezeit und separater Implantation.

Ob ein Sofortimplantat in Ihrer Situation möglich ist, hängt von mehreren Voraussetzungen ab. Einen Überblick über die Vor- und Nachteile bietet unser Ratgeber Sofortimplantat: Voraussetzungen, Vor- und Nachteile .

Quellen: Stadtwald Klinik , implantate.com

Wie lange bin ich krankgeschrieben?

Viele Patienten möchten wissen, wie lange sie nach der Implantat-OP arbeitsunfähig sind. Die gute Nachricht: Bei einem unkomplizierten Eingriff reichen in der Regel ein bis drei Tage Krankschreibung aus. Die meisten Patienten können nach zwei Tagen wieder leichte Büroarbeit aufnehmen.

Bei größeren Eingriffen, etwa wenn ein Knochenaufbau oder mehrere Implantate in einer Sitzung gesetzt werden, kann die Krankschreibung bis zu sieben Tage betragen. Auch körperlich belastende Berufe erfordern eine längere Schonzeit, weil Anstrengung die Schwellung verstärken kann.

Typischer Heilungsverlauf nach der OP

In den ersten Tagen nach dem Eingriff treten häufig Schwellungen und leichte Schmerzen auf. Dieser Verlauf ist normal und klingt ohne Komplikationen schnell ab.

  • Schwellung: Erreicht am zweiten bis dritten Tag ihren Höhepunkt und bildet sich innerhalb von drei bis fünf Tagen zurück.
  • Schmerzen: Leichte bis mäßige Schmerzen lassen sich in der Regel mit Ibuprofen gut behandeln. Nach drei bis fünf Tagen gehen sie deutlich zurück.
  • Sportpause: Körperliche Belastung sollte für mindestens zwei Wochen vermieden werden, da sie Nachblutungen und Schwellungen begünstigen kann.
  • Rauchpause: Mindestens vier bis sechs Wochen nach der OP sollten Sie nicht rauchen, um die Einheilung nicht zu gefährden.
  • Nahtentfernung: Die Fäden werden nach sieben bis zehn Tagen gezogen. Bis dahin sollten Sie die Wundregion beim Zähneputzen aussparen.

Sprechen Sie vor dem Eingriff mit Ihrem Zahnarzt über Ihren Beruf und Ihren Alltag. So kann er die Krankschreibung passend einschätzen und Ihnen konkrete Verhaltenstipps geben.

Welche Schmerzen und Beschwerden in den ersten Tagen nach der OP normal sind, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat Schmerzen: Was ist normal, wann zum Arzt? .

Quellen: dentalplus

Wie viele Termine sind nötig?

Neben der reinen Behandlungsdauer interessiert viele Patienten, wie oft sie tatsächlich in die Praxis müssen. Bei einem Standardfall sind sechs bis acht Termine über einen Zeitraum von drei bis acht Monaten üblich. Die meisten Termine dauern zwischen 15 und 60 Minuten.

Der typische Terminplan sieht folgendermaßen aus.

Termin Inhalt Dauer
1. Erstberatung Untersuchung, Röntgen, Behandlungsplan 30–60 Min.
2. Ggf. Knochenaufbau Knochenaufbau oder Sinuslift (falls nötig) 60–120 Min.
3. Implantation Einsetzen des Implantats 30–60 Min.
4. Nahtentfernung Fäden ziehen, Wundkontrolle 15 Min.
5. Kontrolltermin Prüfung der Einheilung 15 Min.
6. Freilegung Implantat freilegen, Gingivaformer einsetzen 20–30 Min.
7. Abformung Abdruck für die Krone 20–30 Min.
8. Krone einsetzen Endgültiger Zahnersatz wird befestigt 30 Min.

Nicht jeder Patient durchläuft alle acht Termine. Wer keinen Knochenaufbau benötigt, spart sich einen Termin und mehrere Monate Wartezeit. Bei einem Sofortimplantat entfallen ebenfalls einzelne Schritte, weil Extraktion und Implantation in einer Sitzung stattfinden.

Zwischen den Terminen liegen teilweise mehrere Wochen oder Monate ohne Praxisbesuch, vor allem während der Einheilphase. Für Berufstätige bedeutet das: Der tatsächliche Zeitaufwand in der Praxis ist überschaubar, auch wenn sich die Gesamtbehandlung über Monate erstreckt.

Was Sie nach dem letzten Termin für die langfristige Gesundheit Ihres Implantats tun können, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat Nachsorge: Was Sie nach der OP beachten müssen .

Quellen: dentalplus , Mundgesundheitsstiftung

Fazit: Gute Planung verkürzt die Wartezeit

Die Behandlungsdauer bei einem Zahnimplantat hängt von Ihrer individuellen Ausgangslage ab. Im Standardfall dauert die Behandlung im Unterkiefer drei bis fünf Monate, im Oberkiefer sechs bis acht Monate. Ein Knochenaufbau verlängert den Zeitraum auf neun bis vierzehn Monate. Die OP selbst ist mit 30 bis 60 Minuten vergleichsweise kurz, und die Krankschreibung beträgt in der Regel ein bis drei Tage.

Wer frühzeitig mit der Planung beginnt, kann die Behandlungszeit gezielt nutzen. Die Einheilphase lässt sich zwar nicht verkürzen, aber Sie können die Monate bis zum fertigen Zahnersatz für eine wichtige Vorbereitung nutzen: den rechtzeitigen Abschluss einer Zahnzusatzversicherung.

Alle Tarife in unserem Vergleich erstatten Implantatbehandlungen ohne klassische Wartezeit. Allerdings begrenzt eine Zahnstaffel die Erstattung in den ersten Jahren. Beispiel: Die Allianz Mein Zahnschutz 100 erstattet Zahnersatz zu 100 %, hat aber im ersten Versicherungsjahr eine Staffelgrenze von 1.000 Euro. Ab dem vierten Jahr entfällt diese Grenze. Wer die Versicherung mindestens acht bis zwölf Monate vor dem geplanten Behandlungsbeginn abschließt, profitiert bei Behandlungsende bereits von einer höheren Staffelgrenze. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber Zahnzusatzversicherung für Implantate .

Was Sie nach der Einheilung für die langfristige Pflege Ihres Implantats beachten sollten, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat pflegen: so bleibt es gesund .

8. Häufige Fragen

Im Oberkiefer beträgt die Einheilzeit in der Regel vier bis sechs Monate. Ohne Knochenaufbau liegt die Dauer am unteren Ende dieser Spanne.

Der Oberkieferknochen ist poröser als der Unterkiefer und grenzt an die Kieferhöhle. Deshalb braucht die Osseointegration, also das Verwachsen des Implantats mit dem Knochen, dort mehr Zeit. Ist zusätzlich ein Sinuslift nötig, verlängert sich die Einheilung auf sechs bis neun Monate.

Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt anhand eines Röntgenbilds erklären, wie Ihre Knochenqualität im Oberkiefer aussieht. So können Sie die voraussichtliche Dauer besser einschätzen.

Die meisten Patienten können nach ein bis drei Tagen wieder leichte Büroarbeit aufnehmen. Bei körperlich anspruchsvollen Berufen sind bis zu sieben Tage Krankschreibung üblich.

In den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Eingriff erreicht die Schwellung ihren Höhepunkt. Viele Patienten fühlen sich am Tag nach der OP noch eingeschränkt, ab dem dritten Tag bessern sich die Beschwerden deutlich. Die OP selbst dauert bei einem einzelnen Implantat nur 30 bis 60 Minuten.

Planen Sie den Eingriff am besten so, dass Sie mindestens zwei Ruhetage im Anschluss haben, zum Beispiel vor einem Wochenende.

Für ein einzelnes Zahnimplantat sind in der Regel sechs bis acht Termine über drei bis acht Monate nötig. Ohne Knochenaufbau sind es meist sechs Termine.

Der Terminplan umfasst die Erstberatung, die Implantation, eine Nahtentfernung, Kontrolltermine während der Einheilung, die Freilegung mit Gingivaformer sowie die Abformung und das Einsetzen der Krone. Die einzelnen Sitzungen sind kurz, zwischen 15 und 60 Minuten. Zwischen den Terminen liegen oft mehrere Wochen ohne Praxisbesuch.

Bitten Sie Ihre Praxis bereits bei der Erstberatung um einen groben Terminplan, damit Sie die Termine mit Ihrem Beruf koordinieren können.

Ja, deutlich. Bei einem Sofortimplantat verkürzt sich die Gesamtbehandlung auf etwa zwei bis drei Monate statt der üblichen neun bis vierzehn Monate bei Extraktion, Wartezeit und separater Implantation.

Beim Sofortimplantat wird der Zahn gezogen und das Implantat direkt in der gleichen Sitzung eingesetzt. Dadurch entfallen die Ausheilungszeit der Extraktionswunde und ein separater OP-Termin. Voraussetzung ist ausreichend stabiler Knochen und ein entzündungsfreies Zahnfach.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt, ob in Ihrem Fall ein Sofortimplantat möglich ist. Nicht jede Ausgangssituation eignet sich dafür, aber wenn die Voraussetzungen stimmen, sparen Sie erheblich Zeit.

Ja, ein Knochenaufbau verlängert die Gesamtbehandlung um drei bis sechs Monate. Mit Knochenaufbau dauert die Behandlung insgesamt neun bis vierzehn Monate statt der üblichen drei bis acht Monate.

Der aufgebaute Knochen muss zunächst einheilen, bevor das Implantat belastet werden kann. Bei einem Sinuslift im Oberkiefer beträgt die zusätzliche Einheilzeit vier bis sechs Monate. In manchen Fällen kann der Knochenaufbau gleichzeitig mit der Implantation erfolgen, was die Gesamtdauer etwas verkürzt.

Lassen Sie sich einen detaillierten Behandlungsplan erstellen, der die voraussichtliche Dauer mit Knochenaufbau berücksichtigt. So können Sie realistisch planen.

Nach einer Implantat-OP sollten Sie mindestens zwei Wochen auf Sport und körperliche Anstrengung verzichten. Bei größeren Eingriffen mit Knochenaufbau kann die Sportpause auch länger ausfallen.

Körperliche Belastung erhöht den Blutdruck und kann Nachblutungen oder verstärkte Schwellungen auslösen. Besonders in den ersten drei bis fünf Tagen, wenn die Schwellung ihren Höhepunkt erreicht, ist Schonung wichtig. Leichte Spaziergänge sind in der Regel ab dem zweiten Tag möglich.

Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt, wann Sie Ihre gewohnte Sportart wieder aufnehmen können. Bei Kontaktsportarten kann eine längere Pause sinnvoll sein.

Ob das Implantat vollständig eingeheilt ist, kann nur Ihr Zahnarzt sicher feststellen. Selbst spüren Sie in der Regel keine Symptome mehr: keine Schmerzen, keine Schwellung und kein Fremdkörpergefühl.

Beim Kontrolltermin prüft der Zahnarzt die Stabilität des Implantats, häufig mithilfe eines Röntgenbilds. Die Osseointegration gilt als abgeschlossen, wenn der Knochen das Implantat fest umschlossen hat. Im Unterkiefer ist das nach zwei bis drei Monaten der Fall, im Oberkiefer nach vier bis sechs Monaten.

Halten Sie Ihre Kontrolltermine zuverlässig ein, auch wenn Sie sich beschwerdefrei fühlen. Nur so kann Ihr Zahnarzt den richtigen Zeitpunkt für den nächsten Behandlungsschritt bestimmen.

Wenn ein Implantat nicht einheilt, wird es in der Regel entfernt. Das kommt bei etwa zwei bis fünf Prozent der Implantate vor. Nach einer Ausheilung von einigen Wochen kann in den meisten Fällen ein neues Implantat gesetzt werden.

Anzeichen für eine fehlgeschlagene Einheilung sind anhaltende Schmerzen, Lockerung des Implantats oder eine Entzündung. Risikofaktoren sind Rauchen, schlecht eingestellter Diabetes und mangelnde Mundhygiene. Diese Faktoren können die Osseointegration stören und die Einheilung verzögern oder verhindern.

Melden Sie sich bei Ihrem Zahnarzt, wenn Schmerzen oder Schwellungen nach zwei Wochen nicht nachlassen. Frühzeitiges Eingreifen kann ein Implantat in manchen Fällen noch retten.

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